Trip nach Japan – Big in Japan

1. Juni 2018 at 08:44

Das Erste, an was ihr denkt, wenn ihr Japan hört, sind doch die Kirschblüten, oder? Es gibt sie als Prints auf Kleidungsstücken, als Verzierung auf Teetassen oder auch auf Bettwäsche eingestickt zu sehen. Kirschblüten gehören zu Japan wie die Lederhose nach Deutschland und so ist die Kirschblüten- Zeit genau die richtige Zeit zum Reisen für euch.

Von Ende März bis Anfang Mai ist sie zu sehen und wandert einmal quer durchs Land. Blühende Obstbäume gibt es zwar auch hierzulande, aber in Japan stehen schließlich nicht nur die Kirschblüten im Vordergrund, sondern auch die Feste, die deswegen gefeiert werden. Es gibt Zuckerwatte, Festumzüge, ganz viel Sake, Luftballons und Schießbuden – wie bei uns auf einer Kirmes.

Ganz nebenbei lohnt es sich natürlich noch die Sehenswürdigkeiten von Tokio und auch von Kyoto anzuschauen, denn beide Orte sind ein kleines Highlight für sich. Unterschiedlicher könnten sie nicht sein und dennoch zieht es die Touristen jedes Jahr immer wieder zu eben diesen beiden Orten. Vielleicht macht gerade der Gegensatz den Reiz aus.

Wir verraten euch heute, was ihr in Kyoto und Tokio auf keinen Fall verpassen dürft, wo der Hotspot für die Kirschblüten- Saison ist und was es sonst noch für Highlights vor Ort gibt, die es sich lohnt zu besuchen. Sei Big in Japan und plane deinen Trip durch Japan!

Kirschblüten See Japan

Fremd, edgy, urban, cool: So ist Japan!

Um die Kirschblüte in ihrer vollen Pracht zu sehen, fahren wir als erstes in den Shinjuku Gyoen Park in Tokio. Dies ist einer der besten und schönsten Orte, um die Kirschblüte in ihrer vollen Pracht zu sehen und sogar unter ihr entlang zu spazieren. Ganze Straßen werden hier von Kirschbäumen umgeben, sodass ihr durch einen weißen oder rosa Kirschblüten- Tunnel gehen könnt.

Allein im Shinjuku Gyoen Park gibt es rund 65 verschiedene Sorten von Kirschblütebäumen und knapp 1300 Bäume, sodass die ganze Stadt nur noch aus einer rosa- weißen Wolke zu bestehen scheint. Man hat auch gar nicht mehr das Gefühl, in der Hauptstadt Japans zu sein, denn auf einmal ist es ziemlich ruhig.

Auch wenn ihr euch den Anblick mit vielen anderen Touristen und auch Einheimischen teilen müsst, lohnt sich das Erlebnis auf jeden Fall. Allein die Einheimischen anzusehen, wie sie sich jedes Mal über den Beginn der Zeit freuen, ist schön. Sie gehen hinaus in die Kirchblütenwelt, machen dort Picknick, ziehen ihre Hochzeits- Kleidung an und machen Fotos damit. Ein süßer Anblick, der einen ganz freudig stimmt.

Geishas in Kyoto

Nicht weniger schön ist die Kirschblütenzeit in Kyoto. Auf jeden Fall solltet ihr die zwei Stunden Fahrt auf euch nehmen, um euch die Stadt in ihrer vollen Pracht in der Kirschblütenzeit anzuschauen. Die Stadt scheint auch hier wieder von rosa- weißen Blüten überzogen, aller Japaner sind freudig auf die Feste und besonderen Aktivitäten, die es in Kyoto in dieser Zeit gibt.

Doch tatsächlich gibt etwas ganz Besonderes, was es nirgends anders als in Kyoto zu sehen gibt: Geishas! Wenn die Kirschblütenzeit anbricht, ist die Stadt voller Geishas und der Anblick ist wirklich einmalig. Im alten Stadtteil Gion sind sie zu finden.

Den Stadtteil Gion wollen wir euch generell ans Herz legen, denn dort gibt es die schönsten Einblicke in Kyoto zu sehen: kleine, geduckte Häuser, schmale Kanäle, Kirschblüten, Geishas, Steinbrücken – das volle Programm eben. Die Geishas sind natürlich nicht echte Geishas, sondern verkleidete Touristen oder Einheimische, die sich das ganze Jahr auf ihren Auftritt gefreut haben.

Übrigens: Wer selbst einmal zur Geisha werden möchte, kann dies nun machen. In Japan werden viele Angebote mit Geishas- Kostümen gemacht. So könnt ihr euch selbst für einen Tag als Geisha fühlen. Outfit, Make Up und Fotoshooting sind im Preis inbegriffen und manchmal kann es schließlich ganz witzig sein, in andere Rollen zu schlüpfen.

Tempel Türen Kyoto

Sehenswürdigkeiten von Kyoto

Rund um Kyoto gibt es unheimlich viele Tempel, Ruinen und Schreine, die ihr besuchen könnt. Ganz besonders ans Herz legen wollen wir euch den Fushimi Inari Taisha Tempel, der an sich schon eindrucksvoll ist, aber der Weg dorthin noch ein bisschen mehr. Ihr geht durch hundert rot lackierte Türen, um zu ihm zu gelangen. Das ist nicht nur eindrucksvoll, sondern gibt optisch auch einiges her.

Ebenso sehenswert ist der Monkey Park, der im Westen Kyotos liegt. Hier leben 120 japanische Makaken, die sich auf dem Gelände frei bewegen können. Ihr könnt sie anfassen, mit ihnen spielen und sie zu bestimmten Zeiten füttern. Doch Vorsicht: Sie klauen gern Mützen, Schmuck und Kameras, weil sie damit spielen wollen. Also immer alles gut festhalten und nicht hergeben, wenn ein Affe daran zieht.

Wer ein bisschen Geduld hat und durch den Monkey Park komplett durchläuft, bekommt eine tolle Aussicht zu sehen. 20 Minuten geht man dabei einen Berg hoch und kann von oben über ganz Kyoto blicken. Es lohnt sich also!

Geisha Puppe Anhänger

Freaky essen in Japan

Wer richtig aufregend essen gehen möchte, schaut in einem der vielen Themen- Restaurants vorbei, die momentan in Japan aus dem Boden zu schießen scheinen. Eines der unterhaltsamsten ist das Kawaii Monster Cafe, das allein beim Eintreten schon zeigt, was es kann.

Wild gemustert geht es hier zu. Das auffällige Interior Design passt zum Ambiente und zu den Speisen. Die sind nämlich auch ganz abgefahren und so bekommt ihr ab und zu bei einigen Speisen Monsterzähne oder Augen in euer Gericht. Auch die Bedienungen haben sich dem Monster Motto angepasst und sehen aus wie von einem anderen Stern.

Ähnlich witzig und wild geht es auch im Robot Restaurant zu. Hier ist das Thema Roboter, wie unschwer am Namen zu erkennen ist. Es gibt aber nicht nur ein futuristisch gestyltes Restaurant, sondern ach Tanz Einlagen von Robotern. Starlight Express lässt grüßen, nur irgendwie wilder und aufregender.

Eine komplett andere Nummer ist das Alcatraz E.R., einem Restaurant der etwas anderen Art. das Thema ist Gefängnis und wer schon einmal in einem solchen essen wollte, hat nun die Gelegenheit dazu. Hier löffelt ihr Suppe aus Plastikschalen und esst in kleinen Gefängnisräumen.

Von dem nächsten Café habt ihr sicherlich schon einmal gehört: Katzencafé. Sehnsüchtig blicken wir derzeit noch nach Japan, denn bei uns Zuhause gibt es so etwas überhaupt nicht. Aus diesem Grund gehen Katzen- Liebhaber aus der ganzen Welt in ein Katzencafé, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

Vor Ort kann gekuschelt, gefüttert, aber auch nur geguckt werden. Den Tieren schadet der Umgang mit den Menschen nicht und gerade die Japaner lieben ihre Katzencafés. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Wohnungen der Japaner oftmals winzig sind, sodass sie gar kein Tier halten könnten und dürften. Es gibt übrigens auch Cafés mit Hasen, Eulen oder Ziegen, damit für jeden Liebhaber etwas dabei ist.

Egal, für welches Erlebnis ihr euch entscheidet, früh buchen ist Pflicht, sonst bekommt ihr keinen Platz. Spontane Besuche funktionieren hier keinesfalls und oft lohnt es sich, schon vorher über Internet einen Platz zu bestellen. Dabei habt ihr nun die Qual der Wahl: 30 Minuten oder 60 Minuten? Wir empfehlen die 60 Minuten, denn bei 30 Minuten in solch einem aufregenden Restaurant seid ihr einfach nur geplättet von den Erlebnissen und könnt ihr euch nicht einmal ansatzweise auf das Essen konzentrieren.