Kurzurlaub in Bukarest

5. Februar 2019 at 09:17

Bukarest ist derzeit noch eine Perle und nicht vielen bekannt. Die Hauptstadt von Rumänien ist preiswert, übersichtlich und nicht so überlaufen wie andere Großstädte. Das macht sie vor allem für Touristen interessant, die gerne in Ruhe reisen und eher auf nicht kommerzielle Ziele ausweichen.

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Dabei kann sich die Stadt kulturell mit Paris und Budapest messen. Es gibt unheimlich viel zu entdecken und das noch für einen kleinen Preis. Es gibt eine Oper (und selbst die Karten sind nicht teuer), aber auch Clubs, ein unglaublich vielfältig Stadtbild mit Kirchen, Palais und Hochhäusern.

Das macht einen wilden, coolen Mix aus, der von Jugendstil, Byzanz und Moderne geprägt ist. Der historische Stadtkern ist besonders sehenswert mit seinen tollen, alten Gebäuden, die besichtigt werden können. Restaurants, Cafés und kleine Boutiquen warten auf euch und wollen entdeckt werden.

Es scheint, als sei in Bukarest die Zeit stehen geblieben, denn die alten Gebäude erzählen von längst vergangenen Tagen. Das ist aber auch das Einzige, was in der Hauptstadt alt geblieben ist, den vom Kommunismus ist heute nichts mehr zu sehen. Das gibt der ganzen Stadt einen schönen Aufschwung, den man sehen kann, wenn man die Stadt betritt.

Heute wollen wir euch verraten, welche Sehenswürdigkeiten es in Bukarest, mitten in Rumänien, gibt und welche Highlights ihr euch nicht entgehen lassen sollten. Außerdem führen wir euch kulinarisch durch Rumänien und lassen keine Leckerei aus. Vorhang auf für Rumäniens Hauptstadt Bukarest!

Sightseeing in Bukarest

Besonders sehenswert ist das alte Viertel Lipscani. Am besten kommt man zu Fuß voran, allerdings solltet ihr bei der Überquerung der Straße ein bisschen Acht geben, denn die Rumänien fahren teilweise etwas gewagt Auto.

Das Viertel erstrahlt in neuem und alten Glanz. Neue Unternehmen haben sich angesiedelt und nachts gibt es viele Partys. Die Clubszene ist ausgeprägt und bringt euch verschiedene Musikrichtungen. In den schick aussehenden, alten Gebäuden sind Banken angesiedelt. Besonders ein Blick in die Lobbys lohnt sich, denn der alte Stil wurde oft im Gebäude weitergeführt.

Wer Kunst liebt, sollte in den Hof des Restaurants Hanul Cu Tei hineinschauen, denn dort gibt es kleine Läden und Kunstgalerien, die schöne Bilder, aber auch neue Kunst anbieten. Es gibt Schnäppchen, Antiquitäten und leckeres Essen. Zudem befindet sich um die Ecke die Ruinen von Curtea Veche. Der Fürstenhof wurde 1459 von Pfähler, Vlad Tepes III. errichtet.

Weiter geht es mit einem kleinen Ausflug zum Nationalen Kunstmuseum von Rumänien. Es befindet sich im ehemaligen Königspalast, der aus dem 19. Jahrhundert stammt. Von außen ist er schon eindrucksvoll und im Inneren wird der Eindruck noch einmal verstärkt.

Hier gibt es eine schöne Dauerausstellung mit Werken von El Greco, Rembrandt, Sisley und Rubens und Bilder lokaler Künstler. Eindrucksvoll ist vor allem die Bronzeskulptur „Die Betende“ von Constantin Brancusi.

So klassisch wie es in der Kunst zugeht, ist es auch in der Musik. Bukarest liebt die klassische Musik und so gibt es viele Konzerte. Der wichtigste Konzertsaal ist das Athenäum, das 1888 erbaut wurde. Das Interior ist prächtig und von Rot und Gold geprägt. Der Klassizismus ist überall zu sehen. Die Philharmonie Georg Enescu ist hier beheimatet. Um die Ecke der Athenäums befindet sich die Bukarester Nationaloper, zu der es günstige Tickets zu sämtlichen Vorführen zu erstehen gibt. Einen Abend dort zu verbringen, lohnt sich in jedem Fall.

Wer lieber einen Einblick in das Dorfleben bekommen möchte, geht ins Dorfmuseum. Das Museum ist eines der ältesten seiner Art und wurde 1936 per Verordnung vom König erschaffen. Die Geschichte vom Dorfleben in Rumänien sollte für die Nachwelt festgehalten werden und das hat bisher auch gut funktioniert.

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Große Bauten & Einblicke ins bäuerliche Leben

Immer mit dabei ist Bukarest auch der Französische Stil. Sei es beim Essen, bei dem es oftmals Baguettes oder Kaviar gibt, genauso aber auch in der Mode oder Architektur. Oft wird Bukarest auch als kleines Paris bezeichnet. So gibt es einige Boulevards. Die bekanntesten sind Victoriei und Dacia mit schönen Ausblicken.

Vom Stadtzentrum aus spaziert man nach Norden und kommt an ruhigen, von Bäumen gesäumten Straßenvierteln vorbei. Hier stehen die Villen von Bukarest und ein Haus ist schöner als das andere. Die Allee erinnert an Alleen aus Paris und so wird schnell klar, warum Bukarest den Namen kleines Paris hat.

Hier befindet sich auch der Arcul de Triumf, der dem Triumphbogen aus Paris nachempfunden ist. 1935 wurde er erbaut, ist aber nicht der erste Triumphbogen, den Bukarest hat. Er ist nur der letzte, der stehen geblieben ist, denn alle anderen wurden zuvor immer wieder ersetzt, bis zum heutigen Arcul de Triumf, der gut von der Bevölkerung angenommen wurde. Rechts vom Triumphbogen befindet sich der Platz Charles de Gaulle, den ihr euch anschauen könnt.

Weiter geht es dann aber zum Park. Hier befindet sich das Dorfmuseum. Im Dorfmuseum wird nicht nur gezeigt, wie das Leben war, sondern auch alte Gebäude, in denen die Dorfbewohner früher gelebt haben. So wurden aus ganz Rumänien Scheunen, Windmühlen, Kirchen und Häuser hergebracht, um sie am See im Wald aufzubauen. Hier habt ihr einen richtig authentischen Einblick in das Dorfleben der damaligen Zeit.

Nun kommen wir aber noch einmal zu einem Highlight, das nicht übersehen werden kann. Der Parlamentspalast ist schon von Weitem zu sehen und verspricht optisch nicht zu viel. Er ist pompös, großspurig und absolut sehenswert. Das Haus des Volkes ist das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt gleich nach dem Pentagon.

Es ist dabei auch eines der schwersten Bauwerke der Welt. Eine Million Kubikmeter Marmor, 900.000 Kubikmeter Holz und ein Kronleuchter, der fünf Tonnen wiegt befinden sich im ganzen Gebäude. Um Platz für den riesengroßen Bau zu schaffen, wurden ganze Straßenzüge abgerissen. Ihr solltet auf jeden Fall eine Führung mitmachen, um das großartige Gebäude von innen sehen zu können. Darin befindet sich übrigens auch das Nationalmuseum für Moderne Kunst, was wiederum sehr interessant anzusehen ist.

Auch wenn ihr das Dorfmuseum schon gesehen habt, solltet ihr euch das Museum des rumänischen Bauern nicht entgehen lassen. Dort sind Gegenstände, Werkzeuge und Handarbeiten ausgestellt, die früher benutzt werden. Dieses Museum komplettiert das Dorfmuseum auf ungeahnte Art und Weise. Im Museumsshop gibt es nette Mitbringsel für Zuhause, die handgemacht wurden. Baumwollkittel, Westen oder auch bemalte Eierschalen bieten euch einen kleinen Teil rumänischer Tradition für Zuhause.

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Essen & Trinken in Bukarest

Gesehen und gesehen werden, so geht es zu im Casa di David. Das Restaurant befindet sich im Herastrau Park und ist ein toller Ort, um abends essen zu gehen. Schick machen ist Pflicht, denn sonst fällt man auf. Durch große Fenster kann man nach draußen auf den See gucken, der besonders in den Abendstunden schön anzusehen ist. Die Speisekarte bietet euch Rinderfilet mit Trüffel und Morchel gefüllt, aber auch Auberginenkaviar, Heilbutt und als Nachspeise Rhabarbertarte.

Wer am Nachmittag einen kleinen Abstecher in eine Café braucht, sollte einmal beim Van Gogh Grand Cafe vorbeischauen. Es befindet sich in einem ehemaligen Bankgebäude aus den 20iger Jahren und ist nicht nur deswegen recht eindrucksvoll. Die Karte ist umfangreich. So gibt es Sandwiches, Quesadillas, Salate, aber auch Fleischgerichte und natürlich Kaffee und Kuchen. Neben dem Kaffee gibt es aber auch alkoholische Getränke, die allesamt herausragend schmecken. Ein Besuch lohnt sich also.

Wer mit Einheimischen essen gehen möchte, schaut beim Lokal Caru´cu Bere, der Bierhalle, vorbei. Sie ist wunderbar verschlungen und trotzdem offen. Es gibt farbige Glasfenster, Bauernkostüme bei den Bedienungen, lustige Unterhaltung und einen Look von Belle Époque. Kulinarisch werdet ihr versorgt mit hausgebrautem Bier, Schweinshaxe, Windbeuteln und Strudeln. Bis zwei Uhr morgens ist geöffnet, also könnt ihr auch ruhig etwas später kommen.

Wer einen gediegenen Abend erleben möchte, schaut in der Weinbar Bruno vorbei. Hier gibt es unendlich viele Weinsorten, die teilweise vor Ort gezüchtet werden und so könnt ihr endlich auch einmal rumänischen Wein probieren. Das Gläschen lässt sich am besten auf der Terrasse trinken, denn da gibt es einen schönen Ausblick noch oben drauf.

Danach geht es weiter zum Bamboo. Der Club ist genau das richtige, um sich das angefutterte Essen wieder abzutrainieren, denn hier gibt es heiße Rhythmen und coole Beats. Der Club ist glamourös und exklusiv, sodass sich hier vor allem die Elite trifft. Sonderlich teuer ist es aber trotzdem nicht. Kleidet euch passend, damit ihr hineingelassen werdet und schon kann der Spaß beginnen.