Einmal quer durch Belgien

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Mein Freund und ich wollten uns unbedingt einmal ein wenig Belgien angucken und so dachten wir, um das Land wirklich kennenzulernen, ist es vielleicht sinnvoll mit dem Auto durch die Gegend zu reisen. Einzelne Städte bringen einem meist nichts und so haben wir uns einen kleinen Bus gemietet, in dem wir auch jederzeit übernachten konnten. Unser Roadtrip konnte losgehen und wir waren schon ganz gespannt. Geplant war die Route von Brüssel über Antwerpen bis hin zu Brügge und zum Schluss nach Gent. Damit würden wir alle guten, wichtigen und interessanten Städte in Belgien abgehakt haben und doch einiges von dem schönen Land gesehen haben. Belgien ist dabei nicht nur für seine Politik bekannt, ist dort doch die Hauptstadt der EU, Brüssel, sondern auch für seine Leckereien, die wahnsinnig günstig sind. Wir wollten uns einfach von Belgien verzaubern lassen und so ging es von unserem zu Hause in München nach Brüssel mit dem Zug. Vor Ort mieteten wir uns dann den kleinen Bus und schon konnte es losgehen.

Unser Start & Highlight: Brüssel

In Brüssel blieben wir erst einmal zwei Tage, um uns alles richtig ansehen zu können. Die Hauptstadt der EU lockt mit sehr vielen Sehenswürdigkeiten und ziemlich viel Essen. Bei Pierre Marcolini gibt es die beste Schokolade in ganz Brüssel und bei Maison Antoine die besten Pommes. Nicht zu vergessen sind natürlich auch Speculoos- Kekse, die neben Pommes DAS Nationalgericht in Brüssel sind. Neben den vielen Köstlichkeiten hat Brüssel aber auch noch einiges anderes zu bieten. Schön fand ich den täglich stattfindenden Flohmarkt auf der Place du Jeu de Balle, der von 6 bis 14 Uhr seine Pforten für Besucher geöffnet hat. Hier sollte man sich wirklich Zeit nehmen, um alles zu entdecken, denn so klein, wie er auf den ersten Blick erscheint, ist er gar nicht. Vom Flohmarkt ging es für uns mit dem Auto zum Atomium, das man einfach gesehen haben muss. Nachts ist es besonders schön beleuchtet. Natürlich darf man auch die Belgischen Waffeln, das Europäische Parlament und die kleinen Menneken nicht auslassen. Abends verbrachten wir die erste Nacht im Bus und es war gar nicht so unbequem, wie wir anfangs gedacht haben.

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Foto: Willi-Heidelbach / pixelio.de

Nächstes Ziel: Antwerpen

Weiter ging es am nächsten Tag für uns nach Antwerpen. Eine Stunde ist man auf der Straße unterwegs und sieht außer Autobahnen nicht viel anderes. Antwerpen lohnt sich besonders für Shopping- Verrückte und Kunst- Liebhaber. Wir suchten einen Platz zum Abstellen unseres Busses und gingen dann gleich weiter zum Koninklijk Museum vor Schone Kunsten. Wie der Name schon sagt, geht es hier um Kunst und viele, viele bekannte Bilder. Von Floris Jespers bis hin zu Rubens hängen hier alle Kunstwerke, die Rang und Namen haben. Wer sich nicht zu sehr für Kunst interessiert, ist in Antwerpen aber trotzdem genauso gut aufgehoben, denn hier gibt es die neuste Mode, die gerade in den Geschäften erschienen ist. Von H&M über Maison Martin Margiela bis hin zu Hugo Boss gibt es in der riesengroßen Shoppingstraße namens Nationalestraat, die in diesem Bereich wirklich keine Wünsche offen lässt, alles was das Herz begehrt. Abends fielen wir todmüde ins Bett. Am nächsten Tag sollte es dann schon weiter nach Brügge gehen.

Von Brügge nach Gent

Nach Brügge wollten wir unbedingt, da wir den Film „Brügge sehen und sterben“ im Kino angesehen hatten. Wir waren von dem Ort absolut begeistert und wollten die Drehorte und die schönen Gebäude einmal live erleben. Unser erster Anlaufpunkt war deswegen auch Brüggens Herzstück, die Rozenhoedkaai. Die ist eine wunderschöne Häuserfront, die man besonders gut vom Wasser aus sehen kann und so sind wir mit einem Boot daran entlang geschippert. Schön war auch der Vismarkt, bei dem es nicht nur kulinarische Köstlichkeiten wie zum Beispiel verschiedene Fischgerichte gibt, sondern auch Vintage- Mode und viele kunsthandwerkliche Dinge. Übernachtet haben wir dann endlich auch einmal in einem Hotel. „La Suite“ hat uns sehr gut gefallen, da es Zimmer im XL- Format gab, was genau das Richtige für uns nach dem engen Bus war. Am nächsten Tag ging es weiter von Brügge nach Gent. Eine Stunde Fahrt hatten wir vor uns und da wir im Stau gestanden haben, hat es noch ein wenig länger gedauert. Gent kann sich besonders wegen dem Genter Altar sehen lassen. Er befindet sich in der St.- Bavo- Kathedrale und sollte auf keinen Fall verpasst werden. Abends sind wir dann noch schön Essen gegangen und haben den Urlaub ausklingen lassen, bis es am nächsten Tag mit dem Zug wieder in Richtung Heimat ging.

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Foto: Petra-Schmidt/pixelio.de