Ein Wochenende in Dresden

16. Januar 2019 at 15:21

Auf halber Strecke zwischen Berlin und Prag präsentiert sich Dresden heute von seiner besten Seite. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zum Großteil zerstört, doch nach und nach hat sie sich wieder aufgebaut und erholt. Heute erstrahlt sie in neuem Glanz und ist durchaus eine Reise wert.

Seit 700 Jahren ist Dresden durch Handels- und Reiserouten eine der beliebtesten Städte in Deutschland geworden und kann auch heute noch davon profitieren. Einige der bedeutendsten architektonischen Schätze wie der Zwinger, die Semperoper oder auch das Residenzschloss befinden sich hier und warten nur auf euren Besuch.

Dabei zeigt sich Dresden nicht nur von seiner schicken, pompösen Seite, sondern auch im alternativen Viertel im Bereich der Louisenstraße von seiner wilden, aufregenden Seite. Hier zeigen sich viele Bars, Clubs und Läden, die individueller nicht sein könnten.

Die DDR- Zeit ist auch noch allgegenwärtig, das Militärhistorische Museum der Bundeswehr lädt ein und so gibt es in Dresden einiges zu sehen. Wir verraten euch heute, welche Sehenswürdigkeiten ihr gesehen haben müsst, in welchen Restaurants es sich gut essen lässt und in welche Shopping- Tempel ihr eintauchen könnt, wenn ihr euch von Kopf bis Fuß einkleiden wollt.

Vorhang auf für eine Stadt, die komplett zerstört wurde, sich wieder neu aufgebaut hat und nun mit einem ganz eigenen Stil überzeugen kann!

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Die bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt Dresden

Die Liste des Pflichtprogramms für Dresden ist lang und damit ihr auch bloß keine Sehenswürdigkeit vergesst, verraten wir sie euch heute alle. Die ganzen historischen Gebäude befinden sich in der Altstadt von Dresden und so müsst ihr nur bei der Haltestelle Theaterplatz Dresden aussteigen und befindet euch schon mitten drin.

Aus dem Staunen kommt ihr gar nicht mehr heraus, denn hier zeigen sich schon einige der bekanntesten Gebäude, die Dresden zu bieten hat. In Sichtweite befinden sich der Dresdner Zwinger, die Semperoper und die Galerie Alter Meister.

Ihr startet bei der Semperoper und macht am besten eine Führung durch die Oper mit. Hier werdet ihr in eine Zeit versetzt, in der die Damen noch Pelz und Hüte trugen. Werke von Richard Strauss und Richard Wagner wurden hier uraufgeführt. Seit 1841 werden Ballette, Konzerte, Opern und Theateraufführungen gezeigt. 2002 wurde die Semperoper großzügig restauriert und ist nicht erst seitdem sehenswert. Die Details an den Wänden, die samtbezogenen Sitze, die tolle Akustik und die grandiosen Bilder machen die Semperoper zu dem, was sie heute ist. Am besten schaut ihr euch ein Stück an. Wir empfehlen La Bohéme oder Rusalka zum Einstieg. Tickets solltet ihr euch möglichst früh besorgen, denn meist sind die Vorstellungen restlos ausverkauft.

Der Zwinger ist eine wunderschöne Gartenanlage, in die ihr umsonst hindurch flanieren könnt. Von oben habt ihr einen tollen Blick auf den sich im inneren befindenden Garten, der mit Springbrunnen und den unterschiedlichsten Blumen- Arrangements überzeugt. Im Inneren des Gebäudes befinden sich Kunstausstellungen.

In der Gemäldegalerie Alte Meister gibt es viele europäische Kunstwerke zu sehen. Im 17. Jahrhundert begannen die sächsischen Herrscher mit der Sammlung, die ihr heute sehen könnt. Den Zweiten Weltkrieg überstanden die Werke in einem gesicherten Depot und werden nun wieder ausgestellt. Zu sehen gibt es unter anderem die Sixtinische Madonna von Raffael oder auch der melancholische Dresdner Altar von Albrecht Dürer. Zudem befindet sich hier die weltweit größte Sammlung von Werken von Lucas Cranach.

Wer einmal über die bekannte Augustusbrücke geht, kommt zum Platz, an dem der Goldene Reiter steht.

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Noch mehr Sehenswürdigkeiten – Die Stadt hat wirklich einiges zu bieten!

Ein Abstecher wert ist auch das Militärhistorische Museum der Bundeswehr, für das ihr mindestens einen halben Tag einrechnen solltet. Selbst dann könnt ihr wahrscheinlich nicht alles sehen, was es zu sehen gibt, aber seid wenigstens ansatzweise informiert.

Von außen zeigt sich Museum schon sehr eindrucksvoll. Daniel Libeskind erschuf den Neubau, der in den alten Bau des Museum integriert ist. Oben gibt es einen Plattform, auf die ihr hinausgehen könnt, um Dresden von oben zu sehen. Im Inneren befindet sich im alten Gebäude die geschichtliche Präsentation der verschiedenen Kriege. Hier wird chronologisch die deutsche Militärgeschichte gezeigt. Im neu gebautem Teil von Daniel Libeskind gibt es einzelne Themen zum Thema Krieg, die aufgegriffen wurden. Etwa die sozialen Auswirkungen des Krieges, wie Tiere im Krieg benutzt wurden und wie sich der Krieg auf das Miteinander ausgewirkt hat.

Ein kurzer oder langer Abstecher sollte euch auch zur Kreuzkirche, zur Frauenkirche und zur Sophienkirche führen. Hier macht ihr am besten auch eine Führung mit, um Informationen zu den einzelnen Kirchen zu bekommen. In der Sophienkirche kommt ihr so auch in die Gruft, die sehr interessant gestaltet ist.

Nicht zu verachten sind auch die Brühlschen Terrassen, von denen aus ihr einen tollen Ausblick über den Schloßplatz und die Augustusbrücke habt. Hier könnt ihr auf die Elbe schauen und euch ganz gemütlich auf eine Bank setzen.

Wer von dort aus weiter zum Albertinum geht, kann sich eine moderne Kunstsammlung anschauen. Das Albertinum wurde 2010 wiedereröffnet und ist ein Kunstmuseum mit Werken von Caspar David Friedrich, Gerhard Richter und vielen anderen.

Wer will, kann auch der Molkerei Pfund einen Besuch abstatten. Dabei handelt es sich um den ältesten Milchladen in Dresden. Er ist bis zur Decke mit handgemalten Fliesen ausgestattet. Es gibt wunderbar leckeren Käse und wer sich kein Stück mitnimmt, ist selbst schuld.

Das wilde Dresden

Das alternative Viertel von Dresden gestaltet sich wild, aufregend und spaßig. Die Kunsthofpassage und die umliegenden Straßen sind eure Anlaufstelle. Die Kunsthofpassage beinhaltet viele kleine Läden, die alternativ gestaltet sind. Hier in der Ecke gibt es Second Hand Läden, aber auch kleine Boutiquen, die Rockabilly Kleidung und andere eher alternative Stil anbieten.

Die Kunsthofpassage an sich ist bekannt geworden, weil sie toll gestaltete Innenhöfe besitzt. Zu jeder vollen und halben Stunde gibt es auf dem Kunsthof der Elemente ein Regentheater zu sehen, das sich durch die Trichter und Leitungen schlängelt. Den Hof der Fabelwesen schmücken fabelhafte Wesen an den Häusern, im Hof des Lichts ist der Ort, an dem Veranstaltungen stattfinden und den Hof der Tiere, in dem sich eine Giraffe die Fassade hochrankt. Es gibt noch mehr Innenhöfe, aber diese wollt ihr schließlich auch selbst entdecken. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Party Location wie Katys Garage befinden sich in der Louisenstraße. Urige Kneipen reihen sich dicht an dicht in der Neustadt. Nicht umsonst ist die Neustadt auch das Kneipenviertel von Dresden. Hier finden sich Kneipen und Bars wie das Madness, bei dem öfter auch ein DJ auflegt, das Wohnzimmer, in dem alte Möbel wie bei Omi stehen, in dem man wunderbar einen Kaffee am Nachmittag trinken kann oder auch das Trotzdem, eine Raucherkneipe, die ihre besten Jahre gesehen hat, aber trotzdem noch genauso beliebt ist wie früher.

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Kulinarisch durch Dresden

Witzig und cool zugleich geht es im Restaurant Schwerelos zu. Es befindet sich direkt am Bahnhof in der Glaskuppel und vereint jung und alt. Das Essen wird per Touchpad bestellt und kommt anschließend per Achterbahn mit Loopings und Drehungen an den Platz. Besonders für Kinder ist das ein großer Spaß, aber auch Erwachsene kommen voll auf ihre Kosten. Das ganze Restaurant sieht aus, als wärt ihr ins Weltall katapultiert worden. Unser Tipp: Nachtisch bestellen, denn die haben es wirklich in sich.

Ähnlich gut, aber etwas vornehmer, geht es im Fischrestaurant Kastenmeiers zu. Das Restaurant befindet sich im Kurländer Palais, einem Rokokopalais, und ist genau das Richtige, wenn ihr abends in schönem Rahmen speisen wollt. Hier gibt es eine offene Küche mit einem großen Aquarium, in dem sich Hummer und Fische tummeln. Der Speisesaal ist wunderschön mit mit unverputzten Ziegelwänden anzusehen. Die Gerichte sind auf einem hohen Niveau.

Wer lieber einmal richtig sächsisch essen gehen möchte, begibt sich in das Ball- und Brauhaus Watzke. Es liegt direkt am Elbeufer und wurde schon 1898 eröffnet. Hier gibt es hausgemachtes Bier, regionale Speisen wie Schweinenacken oder Pilzgulasch. Im Sommer könnt ihr gemütlich an der Elbe sitzen und im Winter haltet ihr euch im fröhlich dekorierten Innenraum auf.

Wer deutsche Tapas essen gehen möchte, geht zu lila Soße. Hier werden Tapas in kleinen Einmachgläsern serviert. Es gibt Gerichte wie Käsespätzle, Matjestatar oder auch Zupfkuchen mit Birnen. Das Restaurant an sich ist trotz der witzigen Idee eher elegant und dunkel gehalten. Eine Reservierung empfiehlt sich.