Ein Wochenende in Brüssel

1. Februar 2018 at 14:27

Auch wenn Brüssel der Sitz der Europäischen Union ist, hat es doch einiges zu bieten, was nicht mit Politik zu tun hat. Auch wenn hier die Anzugträger in vielfältigen Nuancen unterwegs sind, ziehen sie sich doch am Abend um, um die Stadt zu erkunden. Dann wird Brüssel zu einem echten Highlight, denn es ist vielfältig, aufregend und lädt zum Verweilen ein.

Die hippe Hauptstadt bietet euch exzellente, kulinarische Erlebnisse, einen ganz eigenen Modegeschmack und teilweise einen etwas schrägen Humor. Schön ist die Stadt auf jeden Fall und so führt es uns in diesem Monat zu ihr hin. Wir verraten euch die Hot Spots von Brüssel, die ihr an einem Wochenende erkunden könnt.

Chocolatier Brüssel Belgien

Kulinarisches in Brüssel

Wer eine Stadt so richtig erkunden möchte, tut dies am besten durch ein kulinarisches Gebiet. So kommt man nicht nur der Stadt näher, sondern auch den Gegebenheiten vor Ort und den leckeren, kulinarischen Verführungen, die überall auf einen warten. In Brüssel sind das vor allem Bier und Schokolade, denn dafür ist die Stadt in Belgien berühmt.

Wer in ein prachtvolles Zunfthaus einkehren möchte, geht am besten zu Le Roy d´Espangne. Die Brasserie hat eine tolle Atmosphäre, sodass ihr euch sofort wie Zuhause fühlt. Von der Terrasse aus könnt ihr die herrlichen Außenfassaden aus der Gotik, der flämischen Renaissance und des Barocks sehen und dabei ganz gemütlich ein Bier trinken.

Weiter geht es dann zum historischen Stadtzentrum, in dem sich das Elisabeth findet. Das Elisabeth ist eine Chocolatier, die traditionelle, belgische Süßigkeiten verkauft. Danach leckt ihr euch garantiert die Finger. Aber keine Angst, wenn ihr das Elisabeth nicht findet, denn es gibt an jeder Ecke, auf Schritt und Tritt, überall hin Brüssel kleine Chocolaterien, die alles anbieten, was das Herz begehrt. Pralinen treffen hier auf Trüffel, Baisers auf Nugat und überall gibt es die kleinen bekannten Stäbchen aus Orange und Schokolade zu essen, die so typisch für Belgien sind.

Wenn ihr richtig gut essen gehen wollt und auch vor belgischen Gerichten nicht zurückschreckt, schaut ihr am besten im Restaurant Kwint vorbei. Hier ist es ein wenig kostspieliger, aber ihr werdet belohnt. Es gibt geräucherten Wildlachs genauso wie Caviar Kaspia oder Miesmuscheln mit Trüffelcreme. Alles ganz exklusiv versteht sich.

Brüssel Belgien Stadt

Kultur in Brüssel

Wer in Brüssel unterwegs ist, kommt an den ganzen kulturellen Sehenswürdigkeiten gar nicht dran vorbei. Weltberühmt ist das Musée Hergé, das dem geistigen Vater von Tim und Struppi gewidmet wird. Die Fasse ist von außen typisch belgisch, also zurückgenommen, fast minimalistisch mit einem großen Tim und Struppi Bild. Im Inneren des Musée Hergé gibt es aber unzählige kleine Highlights und Details. Florales Dekor, Tiffany Lampen, Mosaikböden und Marmortreppen mit geschwungenen Geländern. Früher war das Musée Hergé übrigens das Wohnhaus und Atelier von Victor Horta.

Im Magritte Museum findet ihr allerhand Kurioses. Die Außenfassade ist klassizistisch, aber im Inneren geht es heiß her. Hier findet sich ein Sammelsurium aus interessanten Vögeln, Melonen- Hüten und anderer kreativer Quatsch, der an den belgischen, bekannten Surrealist René Magritte erinnern soll. Zudem gibt es in der Ausstellung auch knapp 250 Werke des Künstlers und mitunter auch einen Film „Alice im Wunderland“, der surrealistisch neu verfilmt wurde.

Neben den Museen gibt es auch noch allerhand Anderes zu entdecken. Mit dem Fahrrad lohnt sich eine Tour durch den Parc du Cinquantenaire, der 30 ha groß ist. Hier gibt es allerhand zu sehen und man hat das Gefühl, gar nicht mehr in der Stadt zu sein.

Ebenfalls schön sind die Trödel-, Vintage- und Antikmärkte, die es überall in der Stadt gibt. Am schönsten ist aber der tägliche Markt auf dem Place du jeu de Balle. Sonntags ist es besonders voll, aber es lohnt sich. Vom Kühlschrank über Vintagekleidungsstücke bis hin zu Kristallgläsern findet man einfach alles, was ein Trödel- Herz haben möchte.

Belgien Atomium Park

Sehenswürdigkeiten, die ihr gesehen haben MÜSST

Wer nun noch an den standardisierten Sehenswürdigkeiten vorbeigehen möchte, kann dies gern tun. Da wäre zum Beispiel das Atomium, eine gewaltige Atomskulptur aus Edelstahl, das Manneken Pis, eine berühmte Bronzestatue aus dem 17. Jahrhundert und Mini- Europa, ein Freizeitpark, der Europa in klein zeigt. Alle Sehenswürdigkeiten von Europa sind dort in klein dargestellt und so könnt ihr am Brandenburger Tor vorbeischauen und 5 Minuten später am Eiffelturm entlang spazieren.

Der mittelalterliche Glockenturm am Markt, der Belfried, die Burg Gravensteen, die größte Wasserburg Europas und der Königliche Palast im Zentrum von Brüssel wartet auf euch. Es lohnt sich auch einen Blick auf die St. Bavo Kathedrale zu werden, durch den Pairi Daiza, einem großen Zoo in Brüssel, zu wandern und das Kriegerdenkmal Menenpoort anzuschauen. Da soll noch einmal jemand sagen, dass Brüssel langweilig ist! Ist es nämlich gar nicht!