Disneyland Paris – Ein Traum wird wahr!

11. Juni 2019 at 10:41

Disneyland – Ein Kindheitstraum wird wahr! Einmal Micky Maus umarmen, Donald ein Küsschen geben, mit dem Space Shuttle fliegen, sich wie Alice im Wunderland im Irrgarten verirren oder mit Dumbo zu fliegen. All diese Träume werden für jeden wahr, der nur das Disneyland betritt.

Doch lohnt sich ein Besuch für Erwachsene genauso wie für Kinder? Haben nur Kinder Spaß im Disneyland? Wir haben den Test für euch gemacht und verraten euch ganz genau, was euch bei einem Besuch erwartet.

Außerdem zeigen wir euch, wie ihr am schnellsten und günstigsten zum Disneyland kommt, zu welcher Bahnstation ihr müsst und wie lange der TGV braucht, um vom Flughafen zum Disneyland zu kommen.

Den Besuch im Disneyland planen

Das Disneyland hatte im Jahr 2018 rund 15 Millionen Besucher im Park. Das ist eine ganz schöne Menge und natürlich niemand einen totalen Ansturm erleben, um das Disneyland anzuschauen. Gemütlicher ist es deswegen auf die Nebensaison auszuweichen und auf keinen Fall in der Hauptsaison zu fahren.

Auch in der Nebensaison kann viel los sein, aber hier müsst ihr eben genau den Besuch planen. Es sollte weder Feiertage noch Brückentage noch Ferien in Deutschland, Frankreich, Belgien oder der Schweiz bestehen, wenn ihr einen Besuch plant.

So habt ihr die Möglichkeit, einen nicht so vollen Tag im Park zu ergattern. Gut gefüllt wird es zwar trotzdem sein, aber ihr müsst nicht so lange anstehen. Zudem solltet ihr kein Wochenende nehmen, denn dann ist der Ansturm besonders groß. Wer unter der Woche fährt, am besten ab Dienstag, hat den besten Plan für sich entdeckt. Montags wird nämlich meist noch ein Tag verlängert und ab Dienstag ist es dann etwas weniger voll.

Hinfahrt zum Disneyland Paris

Doch wie fährt man am besten ins Disneyland? Wir haben uns für einen Flug entschieden. Wer im Voraus planen kann, ist hier gut beraten. Flüge mit Airfrance gibt es schon für knapp 20 Euro. Im Preis inbegriffen ist allerdings nur das Handgepäck. Wer aber nur zwei bis drei Tage im Park verbringen möchte, der kommt mit dem Handgepäck locker aus.

Von fast jedem größeren Flughafen in Deutschland könnt ihr nach Paris fliegen. Paris ist immer die erste Anlaufstelle, um ins Disneyland zu kommen. Von dort aus geht es weiter mit dem Zug in die Stadt. Wir haben eine Nacht in Paris verbracht und sind am nächsten Morgen mit dem Zug weiter zum Disneyland gefahren.

Lasst euch auf dem Bahnhof nicht verwirren. Die Fahrt kostet mit dem Bummelzug gerade einmal 7,50 Euro und endet in Marne-la-Vallée (Chessy). Ihr seid rund 30 bis 45 Minuten unterwegs. Eine schnellere Option gibt es von Paris aus nicht. Mehrere Linien fahren dorthin, also könnt ihr die Nächstbeste nehmen. Die Startstation ist allerdings nicht wie erwartet der Hauptbahnhof namens Gare de l’Est und auch nicht Gare du Nord, sondern Châtelet – Les Halles.

Wer keinen Tag in Paris einlegen möchte, kann auch direkt vom Flughafen aus zum Disneyland fahren. Lasst euch auch hier nicht verwirren, denn der Pariser Flughafen Charles de Gaulle ist so groß, dass auf ihm Shuttle Busse (kostenlos) zu den einzelnen Terminals fahren und er ein eigenes Anbindungsnetz an die Züge hat.

Von eurer Ankunftshalle müsst ihr also erst einmal mit dem Shuttle Bus zu Terminal 2 fahren, weil sich dort die Zuganbindungen befinden. Dort geht ihr eine Rolltreppe hinunter, haltet Ausschau nach dem richtigen Zug und schon seid ihr auf dem Weg.

Die Fahrt vom Flughafen zum Disneyland dauert gerade einmal 10 Minuten mit dem TGV, kostet aber auch 20 Euro. Der Grund dafür ist, dass der TGV seltener hält als der Bummelzug aus Paris heraus und so reduziert sich die Fahrzeit je nach Verbindung um bis zu 35 Minuten, was uns auf jeden Fall die 13 Euro mehr Geld wert waren.

Egal, ob ihr aus Paris oder direkt vom Flughafen im Disneyland ankommt, das Ziel ist immer Marne-la-Vallée (Chessy). Dort steigt ihr aus dem Zug, geht die Rolltreppen nach oben und könnt das Disneyland gar nicht verfehlen. Es befindet sich vielleicht 100 Meter vom Ausgang entfernt. So müsst ihr nur noch in die Richtung gehen.

Ankommen im Disney Park

Schon beim Aussteigen aus der Bahn steigt die Vorfreude ins Unermessliche. Endlich geht es zu Micky Maus! Schon der Eingang ist schön gestaltet. Den ersten Blick werft ihr auf das Disneyland Schild und schon kann es losgehen!

Wenn ihr keine Lust habt, vorher in euer Hotel einzuchecken, könnt ihr eure Koffer auch direkt in den Park mitnehmen. Egal, ob ihr Koffer dabei habt oder nicht, ihr müsst all euer Gepäck durch einen Sicherheits- Scanner schicken. Wer es verweigert, bekommt keinen Eintritt.

Eure Eintrittskarte solltet ihr außerdem parat halten, denn nach dem Sicherheits- Check geht es schon durch den Check In. Wir haben allerdings erst noch einen Stopp bei der Kofferabgabe gemacht. Wer schnell seinen Koffer abgeben möchte, sollte früh morgens kommen, sonst sind die Schlangen sehr lang und man wartet lange.

Für unterschiedliche große Koffer wird unterschiedlich viel Geld verlangt. Für einen Handgepäck- Koffer haben wir rund 8 Euro bezahlt. Das Gepäck ist aber gut aufgehoben und so ist es alle male das Geld wert. Befreit vom Gepäck ging es dann weiter für uns zum Einlass.

Zurechtfinden im Park

Zuerst einmal verschafft ihr euch eine Übersicht über den Park. Dafür holt ihr euch den Lageplan des Disneylands, auf dem alle Themengebiete und Fahrgeschäfte aufgelistet sind.

Übrigens: Rauchen ist nur auf den gekennzeichneten Flächen gestattet. Wer sich nicht daran hält, muss eine Strafe zahlen. Also lieber auf die gekennzeichneten Flächen ausweichen. Sie sind allerdings gut versteckt. Wer aber einen Mitarbeiter fragt, wo sich die nächste Smoking Lounge befindet, wird meistens nett dorthin geführt.

Der Lageplan des Disneylands sieht auf den ersten Blick ziemlich groß aus, aber es ist gut aufgeteilt und auch vermeintlich weite Distanzen lassen sich schnell und durch Abkürzungen überbrücken.

Momentan ist das Disneyland in vier Bereiche aufgeteilt: Frontierland, Adventureland, Fantasyland und Discoveryland. In den Bereichen werden verschiedene Themen behandelt. Außerdem gibt es noch eine Main Street U.S.A., die wie eine typische amerikanische Kleinstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts gestaltet wurde.

Die Main Street U.S.A. entlang schlendern

Zuerst geht man auf eben jener Main Street U.S.A. entlang. Sie ist die Eingangsstraße zum Disneyland. Hier tummelt sich Shop an Shop und Restaurant an Restaurant. Das bekannte Disney- Schloss ist schon leicht im Hintergrund zu sehen und je weiter ihr die Straße entlang geht, desto größer wird es auch.

Ein bisschen enttäuschend war allerdings, das von den Disney- Stars nichts zu sehen war. Normalerweise tummeln sie sich bei fast allen Freizeitparks auf der Hauptstraße der Parks. Sie stehen bereit für Umarmungen, gemeinsame Bilder und Autogramme, doch von Micky, Pluto, Goofy und Co. war weit und breit nichts zu sehen.

Unterwegs im Frontierland

Zuerst ging es für uns in das Frontierland. Wir konnten mit dem Namen nicht unbedingt viel anfangen und so ließen wir uns einfach überraschen. Im Frontierland herrscht die Goldgräberstimmung des Wilden Westens. Alles ist wie im Wilden Westen gestaltet.

Es gibt einen großen Mississippi Dampfer mit Schaufellrad, der einmal auf dem See entlang schippert. Hier könnt ihr eine Kreuzfahrt durch die Landschaft des Wilden Westens machen und euch ganz genau umsehen. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten und man hat einen tollen Ausblick. Wer Action erwartet, wird allerdings enttäuscht, denn es handelt sich wirklich nur um ein großes Schiff.

Anschließend lohnt es sich mit der Big Thunder Mountain zu fahren. Der führerlose Minenzug saust mit hoher Geschwindigkeit durch einen stillgelegten Goldgräberschacht. Die Fahrt dauert erstaunlich lange und so sind die 1,5 Stunden Anstehzeit, die wir hier verbracht haben, wirklich in Ordnung gewesen.

Ebenfalls im Frontierland befindet sich das Phantom Manor. Dabei handelt es sich um ein gruseliges Geisterhaus, durch das ihr hindurchgehen und an einer Stelle mit einem kleinen Fahrgeschäft fahren könnt. Überall spukt es und wer die Augen offen hält, kann Geister sehen. Die sind übrigens projiziert und nicht etwa nur langweilige Puppen. So wirken sie noch geisterhafter und gruseliger.

Neben diesen drei Highlights gab es noch einen Spielplatz für Kinder, einen kostenpflichtigen Schießstand und zwei geschlossene Attraktionen, die wir leider nicht anschauen konnten. Alles in allem hatte das Frontierland für Erwachsene gerade einmal drei Attraktionen zu bieten, was wir ein bisschen schade fanden. Auch haben wir den Zusammenhang mit Disney nicht verstanden, denn weder Disney- Figuren noch themenbezogene Disney- Filme waren vorhanden.

Abenteuer im Adventureland

Unser nächster Weg führte uns ins Adventureland. Das Abenteuerland bietet euch Aktion, Spaß, Spannung und das für die ganze Familie. Zuerst ging unsere Reise zur Indianer Jones and the Temple of Peril Achterbahn. Sie bietet euch einen 360 Grad Looping, scharfe Kurven und Wendungen. Sie ist absolut nichts für schwache Nerven und wer sich nicht traut, sollte definitiv draußen warten.

Die anderen Attraktionen im Adventureland sind ruhiger, aber auch spannend. So gibt es das Baumhaus der Familie Robinson, bei dem ihr bis in die Baumkronen hinein laufen könnt, dunkle Höhlen, die auf eine Erkundung ganz wild sind, bei denen ihr sogar bis in den Totenschädel von Indianer Jones vordringen könnt und zwei Spielplätze für kleine Piraten, auf denen sich Kinder so richtig auspowern können.

Wer dann noch nicht genug hat, setzt auf die kleinen Schiffen von Pirates of the Caribbean, bei denen es einmal wild durchs Wasser und an Captain Jack Sparrow vorbeigeht. Anschließend wollten wir zur Aladdin Attraktion Le Passage Enchanté d’Aladdin, die aber leider auch geschlossen hatte.

Phantastisches im Fantasyland

Jetzt kam unser persönliches Highlight. Ich weiß nicht, wie lange wir schon auf den Pfaden von Alice im Wunderland wandern wollten, aber man hat so selten die Gelegenheit dazu. Im Fantasyland wird das zum ersten Mal möglich. Hier befinden sich die ganzen Klassiker von Disney, die ihr noch aus eurer Kindheit kennt.

Das absolute Highlight ist hierbei der Flug mit Peter Pan, der schöner nicht sein könnte. In einem kleinen Boot hebt ihr mit Peter Pan ab und habt einen super schönen Überblick auf die ganze Stadt. Lasst es euch auf keinen Fall entgehen.

Das Labyrinth von Alice lockt die Besucher in Scharen an. Wer hindurchgeht, wird am Ende mit dem kunterbunten Palast der Roten Königin belohnt. Von hier aus habt ihr einen tollen Blick auf das bestandene Labyrinth und könnt zuschauen, wie andere Besucher darin umherirren. Unterwegs gibt es immer wieder kleine Highlights wie die Grinsekatze, Springbrunnen oder auch das weiße Kaninchen, das euch ermahnt, dass ihr keine Zeit habt. Anschließend müsst ihr unbedingt noch eine Runde mit den Teetassen des Verrückten Hutmachers fahren.

Wer möchte, kann im Anschluss Pinocchio´s Leben erleben und herausfinden, wie er ein richtiger Junge werden konnte. Ihr könnt aber auch einen Abstecher in den dunklen, geheimnisvollen Schneewittchen- Wald machen oder mit dem Karussell des edlen Ritters fahren.

Für Kinder zeigt sich noch ein weiteres Highlight. Im rosafarbenen Prinzessinnen- Pavillon können sie die Disney- Prinzessinnen treffen und sich wie eine Prinzessin schminken lassen. Im Anschluss könnt ihr euch noch eine unterhaltsame Fahrt durch die Welt (It´s a small world) und das Land der Märchen (Le Pays des Contes de Fées) anschauen. Beides ist eher für Kinder gedacht. Die Dumbo- Attraktionen hatten leider geschlossen, was wir sehr schade fanden.

Im Fantasyland steht auch das weltbekannte Schloss von Dornröschen, das jeder in seinem Leben schon einmal gesehen hat. Mit seinen hohen Türmen kann es vom ganzen Park aus gesehen werden und wer davor steht, ist verzaubert. Im Inneren befinden sich in der ersten Etage leider nur exklusive Shops, die zwar schön hergerichtet sind, aber eben keine Attraktion darstellen. In der zweiten Etage werden Geschichten von Prinzessinnen erzählt, es gibt wunderschöne Buntglasfenster mit den Disney- Prinzessinnen und wer nach draußen geht, kann über die Schlossmauern einen tollen Blick auf das Disneyland erhaschen.

Wer in den Keller des Schlosses geht, erlebt eine Überraschung. Hier schlummert der Drache in seiner Grotte. Ihr könnt nah an ihn herangehen, aber auch von oben auf ihn herabschauen – Ihr müsst euch eben nur trauen.

Spannend, spannender, Discoveryland

Zum Schluss gibt es noch das aufregende Discoveryland. Wer einmal die Nautilus von Kapitän Nemo erkunden oder mit Star auf Weltraum- Mission gehen wollte, hat nun die Gelegenheit dazu. Auch ein kleiner Raketenflug lädt zu Spaß und Spannung ein.

Unser absolutes Highlight war aber der Hyperspace Mountain von Star Wars. Schneller als der Schall fliegt ihr mit einem Raumschiff in die atemberaubende Weltraumschlacht. Rebellen- Alliance gegen das Imperium mit schnellen Kurven und starker Geschwindigkeit.

Wer es gemütlicher mag, schaut beim Buzz Lightyear Laser Blast vorbei und verteidigt das Spielzeuguniversum. Ihr könnt euch aber auch mit Darth Vader ablichten lassen, ein paar Shows im Videopolis Theater gucke oder das Mickey´s PhilharMagic besuchen. Die vielen anderen Attraktionen im Discoveryland waren leider geschlossen.

Tipps für den Parkbesuch

Um schnellstmöglich bei Attraktionen Eintritt zu bekommen und nicht lange anstehen zu müssen, empfehlen wir euch die Disneyland App. In ihr sind alle Informationen zu finden, was es vor Ort gibt. Es werden Anstehzeiten angezeigt, sodass ihr schnell reagieren könnt, um mit eurer Lieblings- Attraktion zu fahren.

Wer seine Disney- Helden live erleben möchte, kann dies mit einem Frühstück oder Abendessen verbinden. Ihr bucht einfach einen Tisch im Restaurant und dort sind die Disney- Figuren, um mit euch zu interagieren und Fotos zu machen. Im Café Mickey im Disney Village, im Inventions im Disneyland- Hotel oder bei der täglichen Tea Party im Cowboy Cookout Barbecue im Frontierland. Für einen Restaurantbesuch solltet ihr allerdings frühzeitig reservieren, denn die Plätze sind gefragt.

Um einen günstigen Eintritt zu bekommen, ist es sinnvoll in der Nebensaison zu buchen und eine Aktion auszuwählen. So gibt es beispielsweise einen Tag Park mit Übernachtung in einem Hotel in der Nähe schon zu günstigen Preisen. Wer sich auch noch die Disney Studios anschauen möchte, die sich direkt nebenan befinden, braucht ein separates Einlassticket. Es lohnt sich also ein Kombi- Ticket aus Park und Hotel zu kaufen und für den zweiten Tag ein einzelnes Ticket zu lösen. Auch hier gibt es viel Aktionen, um vergünstigten Eintritt zu bekommen in der Nebensaison.

Wer in einem der Hotels direkt im und am Park übernachtet, hat das Glück, zwei Stunden vor allen anderen Besuchern Eintritt zu bekommen. So könnt ihr in Ruhe den Park erkunden.

Ein Fast Pass lohnt sich in den seltensten Fällen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass auch die Leute beim Fast Pass Einlass anstehen mussten und nicht einfach durchlaufen und fahren konnten. Besonders in der Nebensaison sind die Anstehzeiten nicht hoch.

Fazit: Lohnt sich das Disneyland Paris?

Alles in allem würden wir ja sagen! Um Kindheitserinnerungen wachzurütteln, in die Fantasywelt von Walt Disney einzutauchen und um sich einmal wieder wie ein Kind zu fühlen, ist das Disneyland Paris ideal. Wer allerdings erwartet, dass die Disney- Figuren im Park herum springen, sich drücken lassen und für Fotos bereitstehen, wird enttäuscht. Diese Aktionen muss man mit einem Foto- Pass dazu buchen.