Indien: Must Haves, Verhaltensregeln & Nice to know

3. Februar 2017 at 13:46

Sonnenuntergang Person Landschaft

Wer eine Reise quer durch Indien machen will, brauch ein dickes Fell. Die Kultur von Indien unterscheidet sich nämlich stark von der unsrigen und so verhalten sich die Menschen in Indien natürlich auch anders, als wir es tun würden. Durch Unwissenheit der Touristen kommt es so zu Missverständnissen, die nicht sein müssten, würde der Reisende sich vorher richtig informieren. Aus diesem Grund haben wir heute eine kleine Liste erstellt mit Dingen, die ihr unbedingt mitnehmen müsst (Mus Haves), Regeln im Umgang miteinander (Verhaltensregeln) und Wissenswertes zum Verhalten in der Öffentlichkeit und zum Verständnis Anderer (Nice to know). Viel Spaß beim Lesen und Befolgen, wenn ihr in Indien unterwegs seid.

Indien Straße Roller

Must Haves in Indien

Wer eine Reise durch Indien macht, sollte gut vorbeireitet sein, denn Indien unterscheidet sich von anderen Reisen absolut. So ist es in Indien zum Beispiel immer, wirklich immer, laut. Es gibt kaum Orte, an denen auf den Straßen, ob tagsüber oder nachts ist egal, kein Lärm herrscht. Wer nachts zur Ruhe kommen möchte, braucht auf jeden Fall Ohropax, denn anders könnt ihr dem nächtlichen Lärm (Partys, Autos, Hupen, Lieferungen, Putzdienst) nicht entgehen. Manchmal sind tagsüber beim unterwegs sein, Ohropax auch ihr Geld wert, nämlich dann, wenn ihr endlich einmal wieder Ruhe haben wollt. Ein absoluter Geheimtipp für Frauen ist ein Fake- Ehering. Wer nicht verheiratet ist, sollte sich trotzdem einen Ring an den Finger stecken, nur um zu zeigen, dass man kein Interesse hat. Als Frau wird man sonst nämlich ständig angebaggert. In die Reiseapotheke gehört übrigens viel, denn gerade der Magen macht bei dem Essen nicht immer mit und aufgrund der Lautstärke kann es zu Kopfschmerzen kommen. Durchfallmittel, Breitbandantibiotikum, Antihistaminika und Schmerzmittel sind deswegen ein Muss. Wer sonst noch Dinge einpacken möchte, um sich wohler zu fühlen, sollte zu einer Taschenlampe (viele Gegenden sind nicht beleuchtet), einer Brusttasche (Klau- Gefahr), einem Moskitonetz und ausreichend Mückenschutz greifen.

Indien Fluss Boot

Verhaltensregel für Indien

In Indien ist es wie in Japan. Nur weil einem der Weg erklärt wird, heißt es noch lange nicht, dass es der richtige Weg ist. Inder wollen immer hilfsbereit sein und wenn sie keine Ahnung haben, schicken sie einen trotzdem in die vermeintlich grobe Richtung. Lieber also einen Stadtplan dabei haben und öfter einmal darauf schauen. Wer sich übrigens wundert, dass ständig Fotos von ihm gemacht werden: Das ist normal in Indien. Man kann sich fühlen wie ein Hollywood- Star und genauso schnell fängt das ganze Fotografieren dann auch an zu nerven. Wer nicht mehr fotografiert werden will, sollte einfach den Mund aufmachen und freundlich („No photo, thank you“) Nein sagen. Wer den Trick mit dem Ring nicht befolgt hat, wird übrigens ziemlich schnell merken, wie aufdringlich indische Männer werden können. Lieber schnell noch einen Ring nachkaufen oder hauptsächlich lange Sachen tragen, denn sonst bekommt ihr wahrscheinlich noch mehr Aufmerksamkeit als sowieso schon. Netter Nebeneffekt: Ihr habt gleich noch einen Mückenschutz dabei.

Nice to know in Indien

Wer sich nach ein paar Tagen darüber wundert, dass alle immer mit dem Kopf wackeln: Das ist ein Zuspruch und bedeutet so viel wie „Ja“, manchmal aber auch „Keine Ahnung“. Mit einem Nein hat das Kopfgewackel nichts zu tun. Auch wenn indische Männer manchmal etwas aufdringlich sind, werden doch keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit ausgetragen. Auch Händchenhalten ist verboten und im schlimmsten Fall kann es zu Strafen kommen. Inder sind übrigens sehr Tierlieb und so solltet ihr mit Tieren auf eurer Reise immer gut umgehen. Vor allem Kühe sind heilig, also solltet ihr in Indien auch kein Kuhfleisch essen, auch nicht, wenn es angeboten wird. Wer unterwegs ist, merkt auch noch schnell, dass die Hupe immer ihren Einsatz findet. Bei uns wird vergleichsweise nie gehupt, aber hier wird sie als Universalmittel eingesetzt, um mitzuteilen, dass man auch am Straßenverkehr teilnimmt. Echt irre!