Ärger vermeiden durch eine richtige Reklamation

22. Oktober 2012 at 15:08
 chinesischer-tempel Viele von uns werden sicherlich schon einmal einen Urlaub erlebt haben, der weniger empfehlenswert verlaufen ist. Kein Wunder, denn viele Urlaubsziele – speziell Unterkünfte – werden als Luxus beworben, sind dann aber ein totaler Reinfall. Von der Hygiene einmal ganz abgesehen kann es nicht selten auch zur ernsthaften Gesundheitsgefährdung kommen.

 

Selbstverständlich kann der Urlauber sein Geld – oder zumindest einen Teil davon – zurückverlangen oder auf eine Entschädigung bestehen. Doch wer nicht weiß, wie dies im Idealfall anzustellen ist, der kann ganz schnell schlechte Karten haben. Daher ist es im Falle einer Reklamation besonders wichtig, dass das „Wie“ beachtet wird.

 

Laut §651d Abs. 2 BGB muss sich der Pauschalurlauber so schnell wie möglich mit der Reiseleitung in der Verbindung setzen, wenn er nicht zufrieden ist, mit dem, was er geboten bekommt. Wichtig ist dabei eine schriftliche Mitteilung, denn diese dient im Zweifelsfall als Beweis. Gibt es vor Ort keine Reiseleitung, ist dennoch nicht alles verloren, denn nun haben Sie die Möglichkeit, sich an den deutschen Reiseveranstalter zu wenden. Es ist also wichtig, dass Sie bei jedem Urlaub die Kontaktdaten des Reiseveranstalters dabei haben.

Eine Beschwerde muss also beim Reiseleiter oder beim Reiseveranstalter angebracht werden. Es reicht nicht aus, wenn Sie mit der Mängelliste das Hotelpersonal aufsuchen!

 

Bietet man Ihnen einen Ersatz an, der gleichwertig mit dem eigentlich gebuchten ist, so hat sich das Problem praktisch von selbst erledigt. Dennoch ist es wichtig, dass eine Frist eingeräumt wird, in derer Ihnen ein neues Hotelzimmer oder dergleichen zur Verfügung gestellt werden muss. Erst hierdurch haben Sie auch Anspruch auf die Erstattung von Teilen des Reisepreises.

 

Wichtig ist, dass Sie das, was man Ihnen anbietet, nicht kategorisch ausschlagen, denn versucht der Veranstalter, eine Verbesserung zu erreichen, die Sie jedoch nicht annehmen, so kann es sein, dass keinerlei Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung mehr besteht.